{"id":71,"date":"2018-12-21T10:28:23","date_gmt":"2018-12-21T10:28:23","guid":{"rendered":"https:\/\/outdoorfreak.anders-web.de\/?page_id=71"},"modified":"2019-03-10T18:44:41","modified_gmt":"2019-03-10T18:44:41","slug":"berlin-xl-triathlon-mitteldistanz-am-31-07-2016","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/outdoor.anders-web.de\/?page_id=71","title":{"rendered":"Berlin XL Triathlon (Mitteldistanz) am 31.07.2016"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/outdoorfreak.anders-web.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/4be50195101542aab9e231eef1b3e103-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-36\" srcset=\"https:\/\/outdoor.anders-web.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/4be50195101542aab9e231eef1b3e103-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/outdoor.anders-web.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/4be50195101542aab9e231eef1b3e103-300x169.jpg 300w, https:\/\/outdoor.anders-web.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/4be50195101542aab9e231eef1b3e103-768x432.jpg 768w, https:\/\/outdoor.anders-web.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/4be50195101542aab9e231eef1b3e103.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Sonnenuntergang am Berliner M\u00fcggelsee<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Eigentlich sollte es ein langes Wochenende mit der Familie im Berliner Umland werden und als kr\u00f6nender Abschlu\u00df sollte die Teilnahme am Berlin-Triathlon XL den Saisonh\u00f6hepunkt im Triathlon f\u00fcr mich markieren. Aber es kam mal wieder ganz anders &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Frau bekam Freitag, Samstag nicht frei und auch mein Sohn hatte andere Pl\u00e4ne (eine Geburtstagsparty beim Klassenkameraden ist nat\u00fcrlich viel interessanter, als ein Ausflug mit den Eltern &#8230;). Also bin ich dann am Samstag Mittag alleine Richtung Norden gefahren. Schon allein das war eine ziemlich bl\u00f6de Idee, fingen doch gerade die Ferien in Bayern an und waren aktuell in ALLEN Bundesl\u00e4ndern gleichzeitig Ferien. Dementsprechend warteten nat\u00fcrlich mehrere Staus auf der beliebten A9 auf mich und dehnten meine Anfahrt entsprechend aus. Aber dennoch schaffte ich es zeitig genug vor Ort zu sein um meine Startunterlagen abzuholen, das Rad einzuchecken und an der Nudelparty teilzunehmen. Auf der Fahrt zum Hotel stellte ich dann das gro\u00dfe Geschick der Berliner Verkehrspolizei fest, Umleitungen so zu beschildern, dass man quasi im Kreis fuhr und immer wieder dort ankam, wo es nicht mehr weiter ging. Aber dank moderner Navigations- und Kommunikationsmittel meisterte ich auch das und kam sogar noch vor Sonnenuntergang im Hotel an.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen kurz vor 6:00 Uhr pfiff mich der Handywecker aus dem Bett. Da so zeitig noch kein Fr\u00fchst\u00fcck angeboten wurde, hatte ich mir am Abend vorher noch etwas Essbares im Supermarkt gekauft und st\u00e4rkte mich f\u00fcr den Tag. Nun hie\u00df es die erste H\u00fcrde des Tages zu nehmen und wieder den Weg zur\u00fcck zum Wettkampfgel\u00e4nde durch den &#8222;Umleitungsschilderdschungel&#8220; zu finden. Nach einigem Fluchen und wild im Kreis fahren, gelang mir dann auch dies und ca. 90 Minuten vor dem Start konnte ich meinen Wechselplatz fertig einrichten. Also alles ganz in Ruhe &#8230; Ein kleiner Schreck durchfuhr mich, als ich feststellte, dass ich das Wasser f\u00fcr die Radflaschen vergessen hatte. Aber die Helfercrew war auch darauf vorbereitet und konnte mir mit frischem Berliner Leitungswasser aushelfen. Nachdem nun alles perfekt war ging es zur Wettkampfbesprechung und nebenbei versuchte ich mir den Neo \u00fcber den K\u00f6rper zu zw\u00e4ngen. Da der, wie jedes Jahr, schon wieder zwei Nummern kleiner geworden war, dauert das seine Zeit, aber p\u00fcnktlich zum Einschwimmen sa\u00df die Pelle und ich st\u00fcrzte mich in den M\u00fcggelsee.<\/p>\n\n\n\n<p>Exakt um 09:00:03 Uhr ert\u00f6nte dann das Startsignal und ca. 340 Mitteldistanzler und Staffelschwimmer machten sich auf die Reise. Da ich in den letzten Monaten etwas an meiner Kraulperformance gearbeitet hatte war ich guten Willens um dieses Jahr die 2 Kilometer ohne Brustschwimmen zu bew\u00e4ltigen. Allerdings hatte ich mich schon nach ca. 400 Meter gr\u00fcndlich verschwommen und musste nun m\u00e4chtig Gas geben, um wieder Anschlu\u00df an die Gruppe der restlichen Schwimmer zu finden. Da es mittels Brustschwimmen weniger Orientierungsprobleme gab, bevorzugte ich also im weiteren Verlauf der Strecke diesen Schwimmstil. Da ich auf 100 m ca. 10 Sekunden schneller mit Kraul schwimme, und das also ca. 3 Minuten Zeitersparnis f\u00fcr den Rest der Strecke gewesen w\u00e4re, war das meines Erachtens nicht weiter tragisch. Viel mehr Sorgen machte ich mir um meine gute Sicht. Da meine Schwimmbrille recht beschlagen war, musste ich immer wieder kurz anhalten und diese auswischen. Leider dauerte es dann nicht lange und die Sicht war wieder Nahe Null. Irgendwann hatte ich die Nase voll und orientierte mich nur noch an der roten Badekappe vor mir, in der Hoffnun, dass der Schwimmer wusste, wo es lang geht. Nach knapp 50 Minuten war das es dann soweit und am Wasseraustieg packten mich zwei kr\u00e4ftige Arme und hieften mich auf den Steg. Nun noch den fast 500 m langen Weg bis zu meinem Fahrrad in die Wechselzone laufen und nebenbei schon mal den Neo bis zur H\u00fcfte abstreifen. Das klappte soweit prima, da es ja nicht mein erster Triathlon mit Neoeinsatz war. Auch hatte ich diesmal nicht vergessen die Uhr vorher abzumachen und mir somit entsprechende Schwierigkeiten beim Ausziehen erspart. Nach knapp 9 Minuten sa\u00df ich dann endlich auf meinem Rad und strampelte in Richtung Berliner Umland.<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst ging es leicht bergan und im weiteren Verlauf leicht wellig. Richtige Steigungen und Abfahrten, wie ich sie aus der Heimat gew\u00f6hnt bin, waren das freilich nicht. Aber so konnte man ohne gro\u00df zu schalten einen ruhigen Tritt finden. Es ging zun\u00e4chst rund 26 Kilometer Richtung Osten und anschlie\u00dfend in eine 20 Kilometer lange Runde, die zwei mal zu durchfahren war. Danach dann wieder die 26 Kilometer retour. So konnte man sich die Strecke recht gut einteilen und entsprechend essen und trinken. Nach ca. 15 Kilometer kamen ca. 8 Radfahrer die mich innerhalb von 10 Minuten alle \u00fcberholten. Ich wunderte mich etwas und schaute immer wieder auf meinen Radcomputer, aber ich fuhr mit ca. 31-33 km\/h und meine Beine f\u00fchlten sich normal an. Also entweder waren das schlechte Schwimmer und gute Radfahrer oder ich war schlechter Schwimmer UND ein schlechter Radfahrer. Naja, dachte ich mir, ich fahr ja mein Rennen f\u00fcr mich und gegen die Zeit und nicht gegen andere Athleten. Also lie\u00df ich sie ziehen. Bei ein und Ausfahrt der 20 Kilometer-Runde gab es jeweils einen Verpflegungspunkt, wo Radflaschen mit Wasser oder Iso, sowie Bananen, Gels und Riegel gereicht wurden. Zu Beginn der Verpflegungsstelle standen ein paar \u00e4ngstliche Helfer, die sich scheinbar nicht so richtig an die R\u00e4der trauten, so konnte ich dort auch leider kein Getr\u00e4nk erhaschen. Am Ende jedoch war ein K\u00f6nner am Werk, der wusste, wie man einem Radfahrer eine neue Trinkflasche reicht. Somit war also auch die Fl\u00fcssigkeitsversorgung optimal gew\u00e4hrleistet und ich spulte Kilometer f\u00fcr Kilometer ab. Nach ungef\u00e4hr der H\u00e4lfte des Rennen gab es dann doch mal einen etwas gr\u00f6\u00dferen Anstieg und siehe da, nun kamen auch die Radfahrer, die mich zuvor \u00fcberholt hatten, wieder in meine N\u00e4he. Und es dauerte auch nicht lange, da hatte ich sie alle wieder eingesammelt und konnte die alte &#8222;Schlachtordnung&#8220; wiederherstellen. Es sollte mich auch keiner mehr von denen wieder \u00fcberholen. Zumindest nicht beim Radfahren &#8230; \ud83d\ude09 Die drei Stunden auf dem Rad vergingen wie im Fluge und schon kam die Wechselzone wieder in Reichweite und somit der unvermeidlich letzte Akt in einem Triathlon, das Laufen. Ein wenig mulmig war mir schon, da ich in Erlangen (bei meier ersten Mitteldistnaz) beim Laufen relativ stark eingebrochen war und mit starken R\u00fcckenschmerzen zu k\u00e4mpfen hatte. Das wollte ich nat\u00fcrlich heute nicht wieder erleben. Also stellte ich, in der Wechselzone angekommen, mein Rad ab und zog die Laufschuhe an. Wieder rund 250 m bis zur Zeitnahme und ab auf die erste Laufrunde von Dreien.<\/p>\n\n\n\n<p>Jede der 3 Runden war sieben Kilometer lang und mit jeweils sieben(!) Verpflegungsst\u00e4nden ausgestattet. Mehr geht nicht. Optimal! Ein gro\u00dfes Lob an dieser Stelle an die Organisation! Zun\u00e4chst lief es etwas unrund, was aber nach 93 Radkilometern normal ist, aber nach ein paar hundert Metern hatte ich meinen Trott gefunden und horchte in mich hnein, ob etwas zwickte oder wehtat. Nichts! Sehr gut, so konnte es weitergehen. Auch kein Gef\u00fchl, dass mir jemand den Stecker rausgezogen h\u00e4tte, oder \u00e4hnliches. Da ich nichts riskieren wollte, lief ich verhalten weiter und war mir ziemlich sicher, die Qu\u00e4lerei kommt auch so noch ganz bestimmt &#8230; Ich sollte Recht behalten. Es war zwar bei weitem nicht so schlimm, wie in Erlangen, aber auf den letzten drei Kilometern hatte ich dann doch ganz sch\u00f6n zu k\u00e4mpfen. Leichte Wadenkr\u00e4mpe und leichte R\u00fcckenschmerzen lie\u00dfen mich das Ziel herbeisehnen. Nach nicht ganz drei Stunden sah ich dann zum dritten mal die Sieben am Stra\u00dfenrand stehen und konnte nun in Richtung Ziel laufen, was noch ca. 300 Meter entfernt war. Endlich, nach 2 Kilometer Schwimmen, 93 km Radfahren und 21 km Laufen, konnte ich die kleine Rampe unter dem Zielbogen erklimmen und mir meine Finisher-Medaille umh\u00e4ngen lassen. Mein Name wurde aufgerufen und ich l\u00e4chelte in die Zielkamera. Geschafft. Meine zweite Mitteldisntanz war nach 07:14:40 Stunden im Kasten.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles in allem war ich sehr zufrieden. Zwar habe ich rund 20 Minuten l\u00e4nger gebraucht, wie in Erlangen, daf\u00fcr war aber die Radstrecke mehr als 11 Kilometer l\u00e4nger und auch beim Laufen mussten rund 2,5 Kilometer mehr bew\u00e4ltigt werden. Rechnet man das nun in Zeit um, war ich rund 25 Minuten schneller als in Erlangen. Zwar waren die Bedingungen etwas besser, da es nicht ganz so hei\u00df war und das Profil der Radstrecke etwas gem\u00e4\u00dfigter gewesen ist, aber auch unter Betrachtung aller F\u00fcr und Wieder war und bin ich der Meinung, dass ich mich etwas steigern konnte. Und das obwohl ich schon wieder ein Jahr \u00e4lter geworden bin &#8230; \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"576\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/outdoorfreak.anders-web.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/af17675bab9d4d4489b76f223e754375-e1551976569338-576x1024.jpg\" alt=\"\" data-id=\"183\" data-link=\"https:\/\/outdoorfreak.anders-web.de\/?attachment_id=183\" class=\"wp-image-183\" srcset=\"https:\/\/outdoor.anders-web.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/af17675bab9d4d4489b76f223e754375-e1551976569338-576x1024.jpg 576w, https:\/\/outdoor.anders-web.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/af17675bab9d4d4489b76f223e754375-e1551976569338-169x300.jpg 169w, https:\/\/outdoor.anders-web.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/af17675bab9d4d4489b76f223e754375-e1551976569338-768x1365.jpg 768w, https:\/\/outdoor.anders-web.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/af17675bab9d4d4489b76f223e754375-e1551976569338.jpg 1152w\" sizes=\"(max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/outdoorfreak.anders-web.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/8841e1210fa84c029fc1c5b4004539e9-1-1024x576.jpg\" alt=\"\" data-id=\"181\" data-link=\"https:\/\/outdoorfreak.anders-web.de\/?attachment_id=181\" class=\"wp-image-181\" srcset=\"https:\/\/outdoor.anders-web.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/8841e1210fa84c029fc1c5b4004539e9-1-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/outdoor.anders-web.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/8841e1210fa84c029fc1c5b4004539e9-1-300x169.jpg 300w, https:\/\/outdoor.anders-web.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/8841e1210fa84c029fc1c5b4004539e9-1-768x432.jpg 768w, https:\/\/outdoor.anders-web.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/8841e1210fa84c029fc1c5b4004539e9-1.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/outdoorfreak.anders-web.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/a7a36aec884345479b117ef4522d11d5-683x1024.jpg\" alt=\"\" data-id=\"182\" data-link=\"https:\/\/outdoorfreak.anders-web.de\/?attachment_id=182\" class=\"wp-image-182\" srcset=\"https:\/\/outdoor.anders-web.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/a7a36aec884345479b117ef4522d11d5-683x1024.jpg 683w, https:\/\/outdoor.anders-web.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/a7a36aec884345479b117ef4522d11d5-200x300.jpg 200w, https:\/\/outdoor.anders-web.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/a7a36aec884345479b117ef4522d11d5-768x1152.jpg 768w, https:\/\/outdoor.anders-web.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/a7a36aec884345479b117ef4522d11d5.jpg 2000w\" sizes=\"(max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><\/figure><\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich sollte es ein langes Wochenende mit der Familie im Berliner Umland werden und als kr\u00f6nender Abschlu\u00df sollte die Teilnahme am Berlin-Triathlon XL den Saisonh\u00f6hepunkt im Triathlon f\u00fcr mich markieren. 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